Mein Weg zu meinen Pierogi!

Vor vielen Jahren wurde ich in Warschau geboren. Die erste Zeit meines Lebens verbrachte ich bei meinen Großeltern und zog danach etwas widerwillig nach Österreich. Ebenso antipathisch und lustlos schloss ich die Handelsakademie ab und entschloss mich Japanologie zu studieren. Im Laufe der Zeit entstand eine besonders schöne Beziehung zu Japan. Beruflich folgten Jahre eines ziemlich trostlosen Bürolebens.

 

Doch an einem kühlen Frühlingstag, als ich mit meiner Familie auf dem Weg nach Warschau in einer Raststätte endlich wieder meine geliebten Pierogi aß, fingen wir an über dieses schmackhafte polnische Gericht zu diskutieren. Wir bedauerten den Umstand sehr, dass man in Wien nur selten gute und hausgemachte Pierogi essen kann. So viele wunderschöne Kindheitserinnerungen hingen an diesen herrlichen Teigtaschen... . Nun ja, nachdem sich unsere Emotionen etwas beruhigten, kam dann die alles ausschlaggebende Frage: "Warum eröffnest du nicht eine Pierogarnia* in Wien?"

 

Zunächst zählte ich beinahe nur negative Argumente auf und unterstrich damit die Unmöglichkeit dieses Vorhabens. Doch so ganz konnte ich diese Idee nicht aus meinem Kopf entfernen. Hartnäckig kam sie immer wieder zu mir zurück und so konnte ich sie nicht mehr ignorieren!

 

Es dauerte zwar noch ein Weilchen, doch am 6. Juli 2015 bekamen meine geliebten Pierogi endlich ihr Zuhause im Café Vitrine.

 

*Pierogarnia ist der polnsiche Ausdruck für ein Restaurant, in dem Pierogi verkauft werden.